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Mehr Niveau - oder doch nicht?!

Halleluja, lang lebe das tiefe Niveau in dem wir uns befinden. Menschen schreiben Bücher in denen es ausschließlich um irgendwelche Körpersäfte geht, dass einem schon schlecht davon wird. Aber wieso auch nicht? Um aufzufallen, um wahrgenommen zu werden, muss man schließlich provozieren und warum nicht auch mal so? Und wenn das schon kein "literarischer Höhepunkt" war, was ist so schlimm daran? Wir leben in einem (recht) freiem Land, also kann auch jeder über irgendwelche Körpersäfte schreiben, egal ob nun Männlein oder Weiblein (Es gibt nun einmal beide Versionen) Und es ist gewiss nicht das erste Buch ohne Niveau gewesen, vielleicht aber eher das erste, was sich so intensiv mit dem eigenem Körper beschäftigt hat. Wem es gefällt, der solle es lesen. Und der Rest der Käufer hat es vermutlich nur aus Neugierde gekauft, die Lust am schockierenden, anstößigem, um dann hinterher mit großen Tönen rumzuspucken, wie schlecht das Buch doch wäre. Nun ja, jeder so wie er es möchte, nich? Darum hat auch jeder das Recht, sich noch so niveaulose Sendungen im Fernsehen anzugucken, ebenso wie die anderen das Recht haben, die Privatsender Pro7 und Co zu boykottieren und stattdessen lieber das "Gebildete" Fernsehprogramm zu schauen. Klar, wozu brauchen wir schon so Sendungen an denen "Jugendliche" kleine Kinder anvertraut werden und den ganzen Kram, den man uns in den besten Stunden des Abends reinprügeln will? Natürlich kann man auch den Fernseher gleich ganz auslassen, verbraucht eh zu viel Strom und wir müssen ja jetzt schon alle ein bisschen mehr Umweltbewusstsein zeigen. So wird es erwartet.

Wie auch immer, ich bin gewiss kein Freund von solchen Sendungen, mal davon abgesehen das ich dann immerhin was zum Lachen habe, wenn ich nicht gerade zu schockiert bin von all diesem.. Kram in der Welt. Hauptschulabschluss verpatzt? Selber Schuld, ätsch. Ja, ich weiß mehr Niveau als diese Sendungen habe ich auch nicht, aber ich muss allerdings auch nicht auf meine "Zuschauerquoten" aufbauen und wir Deutsche lieben einfach solche ach so Realitätsnahen Shows, mit möglichst viel Hartz IV (haha), Kindern mit verschollenen Vätern, wahlweise auch ganz ohne Eltern und adoptiert, Zickenkrieg und Co. Aber vor allem die Emotionen, da uns das Fernsehen das ja alles soo nahe bringt. Und was habe ich nun davon, dass Frau X mit 17 nicht verhüten konnte, nun schwanger ist und keinen Schulabschluss hat und in einer Messiwohnung haust? Das es zu wenig Niveau im Fernsehen und in manchen Büchern gibt, mag sein. Aber es ist immer noch jedem selbst überlassen, was man liest bzw schaut und wenn man es dann nun auch tatsächlich tut, kann man es ruhig zugeben und sich nicht zu den "Gebildeten" stellen und behaupten, man hätte ja eh nie sowas geschaut... Und die mit dem "achso hochgelobten Niveau" sollten ruhig mal zurück schrauben, man muss nicht rund um die Uhr sich mit irgendeinem dramatischen Ding zuschütten. Ab und zu braucht man auch mal etwas für das leichte Gemüt, da kann dann gut und gerne auch mal ein Buch für die Unterhaltung herhalten oder eine von diesen Realityshows im Fernsehen.

(Haha, das passt  von vorne bis hinten nicht zusammen, aber ich musste es einfach mal loswerden.)

27.7.09 16:26


Kennen wir uns eigentlich?

 

Ich hatte da mal einen Freund, schon etwas länger her. Wir waren wirklich nur Freunde, aber was für Freunde wir waren. Er war für mich so etwas wie mein bester Freund, vermutlich war er mein bester Freund und zufälligerweise auch mein Nachbar. Oder eher  er  war mein Nachbar und wurde dann zufällig auch mein Freund. Eigentlich ist selbst die Zeitbezeichnung etwas länger her schon untertrieben, dass muss so gewesen sein als ich in die Grundschule kam. Also irgendwo noch in dem Alter bevor es losgeht einen Unterschied darin zu machen, ob du nun mit Mädchen oder mit Jungen rumhängst. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht und ich werde nie diesen einen Moment vergessen, als wir uns kennengelernt haben. Klein, jung und irgendwie noch völlig frei von allem, was mich jetzt so wachhält nachts. Es muss irgendwann im Winter bzw im Anfang eines neuen Jahres gewesen, draußen lag Schnee. Ich hatte glaube ich einen Schneeanzug an und uaf jedenfall eine hässliche, große, rosafarbene Plastikharke. Er spielte draußen auf seinem Hof, irgendwas im Schnee. Aus irgendeinem Grund ging ich nach draußen, wir waren gerade erst eingezogen, wollte im Schnee spielen und da entdeckte ich ihn. Was dann passierte und wieso, weiß ich überhaupt nicht mehr, ich weiß nur, dass ich zu dir ging und wir miteinander redeten, anfingen zu spielen. Er und ich, mit meiner Plastikharke. Ich weiß das er auf irgendetwas was ich gemacht habe soetwas sagte wie "Meine Eltern wollen das aber nicht" Irgendwie so.  Und das war dann auch irgendwie so mal eben der Anfang einer eigentlich wunderbaren Freundschaft. Ich habe wirklich viel Zeit bei ihm drüben verbracht und seine Eltern haben mich eigentlich behandelt wie eine Tochter. Ich war wirklich gerne drüben, doch dann fingen wir ans zu verändern. Wir wurden älter, ich genauso wie er. Irgendwann verbrachten wir die nachmittage nicht mehr miteinander, sahen uns nicht mehr nach der Schule. Stattdessen freundete er sich - ich finde das ein wenig komisch - mit meinem Bruder an, der deutlich jünger ist als er. Aber irgendwie hatten sie doch Spaß, nehme ich mal an. Ab und zu habe ich mich freiwillig dazu gesellt, obwohl ich mich geistlich wie körperlich älter fühlte als er. Aufgrund einer famillären Veränderung dann, zogen wir weg. Mein Bruder und ich waren noch ab und zu am Wochenende da, meinen Vater besuchen bis er dann auch das Haus verkaufte. Heute haben wir keinen Kontakt mehr, allerdings gehen wir auf die gleiche Schule, er einen Jahrgang unter mir. Und irgendwie ist es so, als ob wir uns nie gekannt hätten. Die vielen kleinen Erinnerungen jedoch, die bleiben. Für immer. Und seine Eltern, die grüßen mich bis heute noch wenn wir uns mal über den Weg laufen.

Wenn ich jetzt einmal nicht diese Geschichte da oben mit einbeziehe, passiert es ziemlich häufig, dass man mit ein paar Leuten eine gewisse Zeit verbringt, vielleicht sogar Spaß hat und sie einen aber nach ein paar Tagen wieder behandeln, als ob wir uns noch nie begegnet wären. Der Name ist bekannt, mehr auch nicht. Man hat nie eine wahre Begegnung mit dem anderen gehabt, nie. Nicht einmal ein klitzekleines Lächeln, irgendwas das darauf hindeutet, das da mal irgendwie etwas war, was einen verbindet. Wenn auch vielleicht nur für einen Tag, für mehrere Stunden, die man gemeinsam verbracht hat. Und ich rede hier nicht von Leuten, die man als seine Freunde bezeichnet, nein. Eher das, was man unter "Wir kennen uns ein wenig näher, aber auch nicht zu nahe." Schade eigentlich, den selbst so ein klitzekleines Lächeln tut in der Tat nicht weh. Stattdessen starrt man aber lieber sturr am anderen vorbei, so als ob man der Luft konkurrenz machen wollen würde.

 

30.6.09 23:47


Jung.

Langsam fühle ich mich alt. Ich bin 15, trage keine Tonne Makeup im Gesicht und habe auch nicht eine Liste von Exfreunden die ganze Bücher füllen könnte. Bin ich altmodisch? Verklemmt? Was habe ich denn auch davon, mit 12 shcon mehr Freunde gehabt zu haben, als manche in ihrem ganze Leben. Süß ist es, wenn all dies dann noch mit dem absolut unpassenden Schlampenimage kombiniert wird. Hauptsache cool und auffällig um jeden Preis. Dazu gehören dann auch diese wunderbar peinlichen Fotos in absolut aufreizenden Posen. Von 12-Jährigen. Ich finde ja selbst den versucht-erotisch-verführerischen-Blick bei meines Gleichen mega peinlich und jetzt fangen auch noch die Jüngeren damit an. Haben die alle keine Selbstachtung oder bin ich doch nur zu verklemmt und altmodisch? Vielleicht sollte ich stattdessen auch meinen "Fick-Mich-Blick" perfektionieren, wie es jetzt eben auch schon die 12-Jährigen tun, kann ja bestimmt nicht Schaden. Einen Sack voller sogenannter "Abffl", einer kaputten Tastatur, ein paar Schlampenfotos und schon kann es los gehen. Denn wie heißt es so schön? Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Dazu noch  ein kurzer Rock, tiefer Ausschnitt und am besten weiße Stiefel und ab gehts. Hauptsache cool. Und wenn man dann seine Freunde wechselt wie andere Leute ihre Unterwäsche, ach das macht doch nichts. Das ist einfach nur zeitgemäß, jawohl! Man ist ja jung und muss noch ne Menge austesten. Klar, leben und leben lassen. Funktioniert auch in dieser Welt so gut. Der irgendwo mal aufgeschnappte Begriff Generation Porno passt einfach wunderbar, oh ja.

 

28.6.09 00:17


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